Freiburger Wähler – ein Mysterium (Teil 2)

Martin Horn hat im zweiten Wahlgang seinen Vorsprung deutlich ausgebaut – das zeigt jetzt auch die Karte:

Während er im ersten Wahlgang nur in Mooswald-West über 50% erreichte, sind jetzt im zweiten Wahlgang 10 weitere Bezirke hinzugekommen. Nur im Vauban hat er nicht einmal 30% erreichen können.

Für Dieter Salomon sind dafür seine „Hochburgen“ im äußeren Westen größtenteils weggebrochen. Wirklich verbessern konnte er sich auf der anderen Seite eigentlich nur Richtung Höllental.

Bei Monika Stein hat sich recht wenig verändert. Das könnte man dann doch dahingehend interpretieren, dass ihre Wähler Salomon nicht nur im ersten Wahlgang einen Denkzettel verpassen wollten. Ihre absolute Mehrheit hat sie im Vauban dann doch eingebüßt – vielleicht haben sich hier doch ein paar Grüne Stammwähler wieder umorientiert.

Auch die Korrelation zwischen der Stimmabgabe im zweiten Wahlgang und den Zweitstimmen bei der Bundestagswahl im letzten Jahr blieb weitestgehend gleich.

Das wahlverhalten der WählerInnen von Monika Stein im Vergleich zur Bundestagswahl blieb zwischen den beiden Wahlgängen eigentlich gleich. Obwohl sich die CDU für den zweiten Wahlgang offiziell für Salomon ausgesprochen hat, sind deren WählerInnen dieser Empfehlung weniger als im ersten Wahlgang gefolgt. Dass der grüne Amtsinhaber im ersten Wahlgang eine leicht negative Korrelation bei den grünen Wählern der Bundestagswahl hatte, konnte sich in eine leicht positive Korrelation umkehren. Umgekehrt bei Martin Horn, für den im zweiten Wahlgang gilt: je höher der Stimmanteil der Grünen bei der Bundestagswahl war, desto geringer ist er nun im zweiten Wahlgang gewesen. Noch deutlicher wurde der Zusammenhang zwischen hohen AfD-Anteilen und hohen Ergebnissen für Martin Horn im zweiten Wahlgang.